HÖHENFENSTER – Gastkommentar

von MARIELI FRÖHLICH

HÖHENFENSTER, der Begriff der Stunde. Ungefähr so klangvoll wie Hühnerparadies, Schnitzelwelt oder Erlebnisland. In der Höhe fensterln, wie aufregend, die unerträglich langweilige Leere der wiener Luft mit Höhenfenstern verschönern. Ich liebe diesen Ausdruck fast so wie Begegnungszonen. Da wo sich vom warmen Bier beflügelte Konsumenten von Pizzakebapburgern und Feuerschlucker die Hand reichen, wenn sie nicht über weggeworfene Pommestüten stolpern. Die frisch, im neuen Einkausfzentrum, erworbene Acrylunterhose wird dann im Liegestuhl bewundert. Umgeben von Betonwannen mit Gestrüpp, der Preishammer der Behübschungsvariante, wird sehr gerne genommen in diesem Theater, sind dann alle so glücklich, daß die Selfies nur so die sozialen Medien sprengen. Wow im Hintergrund ist dann sogar ein Höhenfenster.