Der Preis ist heiß

Am 19.+20.April hat das Preisgericht getagt

Knapp 6 Monate (Wettbewerbsstufen 1+2) hatten Architekten nun Zeit, auf Basis der Auslobungsunterlagen Entwürfe für das Wettbewerbsgebiet auszuarbeiten. Für die Wettbewerbsstufe 2 sind 8 Teilnehmer ausgewählt worden, unter denen nun das Siegerprojekt durch die Preisjury ermittelt wird. Nach einer Stillhaltefrist wird das Siegerprojekt des Wettbewerbs im Mai präsentiert.

KRITIK AM WETTBEWERB

Trotz der Kritik des Bezirks und Teilen der Bevölkerung hinsichtlich der Höhenentwicklung (max. 126m) wurde keine Anpassung der Auslobungsunterlagen vorgenommen. Auch die Architektenkammer hat in mehreren Schreiben Kritik geäußert (vgl. Downloads)

PRÄSENTATION DER ERGEBNISSE

Die Ergebnisse werden im Mai öffentlich präsentiert (es gilt eine 2wöchige Stillhaltefrist nach der Juryentscheidung). Im Dialog-Cafe #1 wurde ein Zeitraum von etwa 3 Wochen für die öffentliche Besichtigung genannt.

Es ist anzumerken, dass der Bevölkerung seit der Präsentation des Städtebaulichen Leitbildes im März 2017 nun ERSTMALS eine Visualisierung des Hochhausprojektes vorliegen wird.

WELCHE HÖHEN SIND ZU ERWARTEN

Das ist offen. Es ist anzunehmen, dass die maximale Höhe von 126m nicht ausgereizt wird. Gleichzeitig ist zu befürchten, dass die von der Bürgerinitiative geforderte Orientierung am Bestand und der Höhe der angrenzenden Gründerzeithäuser deutlich überschritten wird.

WER ENTSCHEIDET – ZUNÄCHST DIE JURY

Die Jury setzt sich aus 11 nominierten PreisrichterInnen zusammen (+ jeweils eine Vertretung). (Angaben ohne akad. Titel)

Von der Architektenkammer sind 2 Architektinnen nominiert:

Florian Riegler (Vorsitzender des Preisgerichts)
Hemma Fasch (stv. Vorsitzende)

Weitere Preisrichterinnen sind:

– Elke Delugan-Meissl (Architektin des Kopfbaus, Vorsitzende des Fachbeirats)
– Isolde Rajek (Freiraumplanung des Sockels)
– Thomas Madreiter (Planungsdirektor Magistrat Stadt Wien)
– Gregor Puscher (stv. Abteilungsleiter der MA 21)
– Franz Kobermaier (Leiter MA19)
– Christoph Chorherr (GR, Sprecher für Stadtplanung)
– Tom Liebich (Stellvertreter Bezirksvorstehung Alsergrund)
– Michaela Mischek-Lainer (Geschäftsführerin 6B47 Althan Quartier)
– Peter Ulm (Vorstand 6B47)

WER ENTSCHEIDET LETZTENDLICH

Auf Basis des Siegerprojektes wird vorauss. ein neuer Flächenwidmungsplan erstellt. Dieser wird wieder “öffentlich aufgelegt” und wir BürgerInnen können unsere Stellungnahmen abgeben, ebenso wie der Bezirk. Die letztendliche Entscheidung trifft die Gemeinde Wien.

Wann dies erfolgend wird, wie es mit dem notwendigen Städtebaulichen Vertrag aussieht, ob dieser öffentlich einsehbar sein wird (wie beim Heumarkt-Projekt) – oder nicht (wie es dem usus entspricht) steht in den Sternen. Seitens der Stadt gibt es keine(n) zugewiesene(n) KoordinatorIn.